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Ruhestandsmanager
Wie viel Geld brauche ich im Ruhestand?
Ruhestandsplanung14. September 20265 Min. Lesezeit

Wie viel Geld brauche ich im Ruhestand?

Wie viel Geld brauchen Sie im Ruhestand? Entscheidend sind Ihr gewünschter Lebensstandard, Ihre Einnahmen und Ihre persönlichen Ziele. Erfahren Sie, wie aus Ihrem Vermögen ein Ruhestandsplan wird, der auch Inflation, Pflegekosten und die nächste Generation berücksichtigt.

Von Markus Trocha

500.000 Euro? Eine Million? Oder vielleicht viel weniger?

Wer sich seinem Ruhestand nähert, stellt sich irgendwann eine entscheidende Frage: Wie viel Geld brauche ich eigentlich, damit ich meinen gewünschten Lebensstandard im Ruhestand dauerhaft finanzieren kann?

Die Antwort ist individueller, als viele denken. Denn entscheidend ist nicht allein, wie viel Vermögen vorhanden ist. Viel wichtiger ist, welche Ausgaben im Ruhestand gedeckt werden müssen, welche Einnahmen zur Verfügung stehen – und welche weiteren Ziele und Risiken berücksichtigt werden sollen.

Der erste Schritt: Was kostet mein Ruhestand?

Eine gute Ruhestandsplanung beginnt nicht mit einem Anlageprodukt oder einer bestimmten Rendite.

Sie beginnt mit dem gewünschten Leben.

Wie möchten Sie Ihren Ruhestand verbringen? Möchten Sie reisen? Bleiben die Kosten für Haus oder Wohnung ungefähr gleich? Sind größere Anschaffungen geplant? Welche finanziellen Reserven möchten Sie vorhalten?

Aus diesen Überlegungen ergibt sich der monatliche Finanzbedarf.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel:

Ein Ehepaar möchte im Ruhestand monatlich 5.000 Euro netto zur Verfügung haben. Darin sind Lebenshaltung, Wohnen, Reisen, Freizeit und zusätzliche Ausgaben bereits berücksichtigt.

Die entscheidende Frage lautet jetzt:

Woher kommen diese 5.000 Euro jeden Monat?

Welche Einnahmen stehen zur Verfügung?

Eine einfache Rechnung wäre:

18.000 Euro × 25 Jahre = 450.000 Euro

Doch so einfach ist es nicht.

Das Kapital kann während des Ruhestands weiter investiert bleiben und Erträge erwirtschaften. Gleichzeitig müssen Inflation, Steuern, Kapitalmarktschwankungen und die persönliche Lebenserwartung berücksichtigt werden.

Und damit kommt eine der wichtigsten Fragen:

Wie lange muss mein Geld eigentlich reichen?

Wer mit 65 Jahren in den Ruhestand geht, kann durchaus noch 25, 30 oder mehr Jahre vor sich haben. Deshalb sollte man unterscheiden zwischen Einnahmen, die lebenslang zur Verfügung stehen, und Vermögen, das flexibel entnommen werden kann.

Nicht das gesamte Vermögen hat dieselbe Aufgabe

Ein häufiger Fehler besteht darin, das vorhandene Vermögen als einen einzigen großen Geldtopf zu betrachten.

In der Praxis können unterschiedliche Teile des Vermögens unterschiedliche Aufgaben übernehmen:

Liquidität für kurzfristige und unerwartete Ausgaben.

Flexibles Anlagekapital für Entnahmen, Reisen, Anschaffungen oder größere Wünsche.

Langfristiges Kapital für spätere Lebensphasen.

Und was passiert bei einem Pflegefall?

Zu einer realistischen Ruhestandsplanung gehört auch eine Frage, über die niemand besonders gerne nachdenkt: Was passiert, wenn ich oder mein Partner pflegebedürftig werden?

Ein höherer Pflegebedarf kann die finanzielle Planung erheblich verändern. Zusätzliche Pflege- und Betreuungskosten können über Jahre hinweg einen erheblichen Kapitalbedarf verursachen.

Deshalb sollte bereits bei der Planung geklärt werden:

Welches Vermögen soll im Pflegefall zur Verfügung stehen? Welche Absicherung besteht bereits? Und welches Kapital soll möglichst nicht für Pflegekosten verbraucht werden?

Denn es hilft wenig, den Ruhestand bis ins Detail zu planen, wenn ein wesentliches finanzielles Risiko in der Rechnung überhaupt nicht vorkommt.

Lebenslange Einnahmen, die unabhängig davon fließen sollen, wie alt man wird.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

„Wie lege ich mein Geld im Ruhestand an?“

Sondern:

„Welche Aufgabe soll welcher Teil meines Vermögens erfüllen?“

Soll am Ende überhaupt alles verbraucht sein?

Genauso wichtig ist die entgegengesetzte Frage:

Möchte ich mein Vermögen im Ruhestand vollständig für mich selbst nutzen – oder soll ein Teil davon weitergegeben werden?

Vielleicht sollen Kinder oder Enkel Vermögen erhalten. Vielleicht soll der Ehe- oder Lebenspartner abgesichert werden. Und Vermögensnachfolge muss nicht zwingend innerhalb der Familie stattfinden.

Wer beispielsweise 300.000 Euro bewusst an die nächste Generation weitergeben möchte, kann diesen Betrag nicht gleichzeitig vollständig für die eigene Ruhestandsfinanzierung einplanen.

Deshalb gehört die Vermögensnachfolge von Anfang an zur Ruhestandsplanung und nicht erst dann, wenn der Erbfall näher rückt.

Wie lange reicht mein Geld wirklich?

Eine gute Ruhestandsplanung sollte deshalb unterschiedliche Szenarien beantworten können:

Was passiert bei unterschiedlichen Renditen? Wie wirkt sich die Inflation aus? Was passiert bei schwachen Börsenjahren? Was verändert ein Pflegefall? Und wie viel Vermögen soll für die nächste Generation erhalten bleiben?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, entsteht aus Renten, Versicherungen, Depots und Immobilien ein tatsächlicher Ruhestandsplan.

Ruhestandsplanung bedeutet mehr als Vermögensaufbau

Das Ziel sollte nicht darin bestehen, einfach möglichst viel Vermögen anzusammeln.

Das vorhandene Vermögen soll den gewünschten Ruhestand finanzieren – planbar, flexibel und möglichst dauerhaft. Gleichzeitig müssen Risiken berücksichtigt und gegebenenfalls Vermögenswerte für die nächste Generation erhalten werden.

Deshalb gibt es auf die Frage „Wie viel Geld brauche ich im Ruhestand?“ keine pauschale Antwort.

Es gibt aber einen klaren Weg:

Lebensstandard festlegen → Einnahmen ermitteln → Versorgungslücke berechnen → Vermögen strukturieren → Risiken berücksichtigen → Vermögensnachfolge festlegen → verschiedene Szenarien durchrechnen.

Wissen Sie, wie lange Ihr Geld im Ruhestand reicht?

Viele Menschen kennen den Wert ihres Depots, ihrer Versicherungen und ihrer Immobilien ziemlich genau.

Was sie häufig nicht wissen:

Welches monatliche Einkommen kann ich daraus tatsächlich erzielen? Wie lange reicht mein Vermögen? Was passiert im Pflegefall? Und wie viel kann oder möchte ich später weitergeben?

Genau diese Fragen gehören für uns zusammen.

Die Ruhestandsmanager betrachten deshalb nicht einzelne Produkte, sondern das Gesamtbild aus Einnahmen, Vermögen, Liquidität, Risiken und persönlichen Zielen.

Denn am Ende zählt nicht, wie viele Vorsorgebausteine vorhanden sind.

Entscheidend ist, ob daraus ein Plan für den eigenen Ruhestand entsteht.

Mehr Informationen zur persönlichen Ruhestandsplanung finden Sie auf ruhestandsmanager.de.

Was bedeutet das für Ihre Planung?

Eine belastbare Antwort entsteht aus Ihren Zahlen, Ihrem Zeitplan und Ihrer persönlichen Risikotoleranz.

In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welche Fragen zuerst beantwortet werden sollten.